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Recht & Lizenzen

ESBK und Gespa: Wer reguliert was in der Schweiz?

Zwei Behörden teilen sich die Aufsicht über das Schweizer Geldspiel. Wer für Casinos zuständig ist und wer für Wetten.

ESBK und Gespa: Wer reguliert was in der Schweiz?
Foto: kinggrl / CC BY

Zwei Behörden, klare Aufteilung

Das Schweizer Geldspiel wird nicht von einer einzigen Stelle beaufsichtigt, sondern von zwei. Die ESBK kümmert sich um die Spielbanken und ihre Online-Ableger, die Gespa um Lotterien und Sportwetten. Diese Trennung folgt der Systematik des Geldspielgesetzes, das zwischen Spielbankenspielen und Grossspielen unterscheidet. Für Sie ist die Aufteilung nützlich, weil sie erklärt, an welche Behörde sich ein Anbieter halten muss und wer im Zweifel zuständig ist.

Die ESBK: Aufsicht über Spielbanken

Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist die Bundesbehörde für die konzessionierten Spielbanken. Sie beaufsichtigt sowohl die physischen Häuser als auch deren Online-Spielbanken. Zu ihren Aufgaben gehören die Kontrolle der Konzessionsauflagen, die Prüfung der Spiele und die Führung der Sperrliste illegaler Online-Angebote. Wenn Sie ein legales Schweizer Online-Casino nutzen, steht dahinter eine ESBK-Konzession. Die Kommission ist damit die zentrale Instanz für alles, was mit Spielbanken zu tun hat.

Die Gespa: Lotterien und Sportwetten

Die Interkantonale Geldspielaufsicht, kurz Gespa, ging aus der früheren Comlot hervor und ist für die Grossspiele zuständig. Darunter fallen Lotterien und legale Sportwetten. Die Gespa beaufsichtigt insbesondere die kantonalen Lotteriegesellschaften, also Swisslos in der Deutschschweiz und im Tessin sowie die Loterie Romande in der Westschweiz. Wenn Sie über Sporttip eine Wette platzieren, bewegen Sie sich im Zuständigkeitsbereich der Gespa und nicht der ESBK.

Warum die Trennung?

Die Zweiteilung hat historische und sachliche Gründe. Spielbankenspiele und Lotterien waren in der Schweiz immer unterschiedlich geregelt, unter anderem weil die Erträge der Lotterien traditionell den Kantonen und gemeinnützigen Zwecken zufliessen. Das Geldspielgesetz hat diese Logik beibehalten und die Aufsicht entsprechend verteilt. Für Anbieter bedeutet das klare Zuständigkeiten; für Sie bedeutet es, dass jede Spielart eine definierte Kontrollinstanz hat.

Was die ESBK-Blockliste ist

Ein sichtbares Instrument der ESBK ist die Blockliste nicht bewilligter Online-Angebote. Diese Liste bildet die Grundlage für die Netzsperren, mit denen der Zugang zu illegalen Casinos von den Internetanbietern blockiert wird. Die Liste wird laufend aktualisiert, weil immer wieder neue ausländische Seiten auftauchen. Für Sie ist sie ein Indikator: Ein Anbieter auf der Sperrliste ist in der Schweiz nicht legal, unabhängig davon, welche ausländische Lizenz er vorweist.

Wie Sie die Aufsicht nutzen können

Die klare Zuständigkeit hilft Ihnen bei der Orientierung. Suchen Sie ein Online-Casino, sollten Sie prüfen, ob es unter einer ESBK-Konzession läuft und eine konkrete Schweizer Spielbank im Impressum nennt. Geht es um Wetten, ist Sporttip von Swisslos beziehungsweise die Loterie Romande der legale Weg. Kommt es zu Problemen, können Sie sich an die jeweils zuständige Behörde wenden. Diese Struktur ist ein Vorteil des regulierten Marktes gegenüber undurchsichtigen Auslandangeboten.

Grenzen der Aufsicht

So wirksam die Aufsicht innerhalb der Schweiz ist, sie endet an den Landesgrenzen. Bei einem nicht konzessionierten Auslandanbieter können weder ESBK noch Gespa Ihre Interessen durchsetzen. Netzsperren erschweren zwar den Zugang, verhindern aber nicht jede Umgehung. Wer solche Angebote nutzt, verzichtet bewusst auf den Schutz beider Behörden. Der sichere Weg ist deshalb, ausschliesslich bei Anbietern zu spielen, die einer der beiden Schweizer Aufsichtsstellen unterstehen.

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